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Wendelstein-Apotheke

  • Apothekerin Monika Mayer e.Kfr.
  • Rosenheimer Str. 16
  • 83059 Kolbermoor

Beipackzettel

Ranitic 75 akut bei Sodbrennen

Präparat: Ranitic 75 akut bei Sodbrennen
PZN: 3567925
Packungsgröße: 14 Stück (Normpackung)
Abgabeform: Apothekenpflichtig
Darreichungsform (Teilbarkeit): Filmtabletten (halbierbar)

Anbieter:
HEXAL AG
Industriestr. 25
83607 Holzkirchen
Tel.: 0800/4392527
Fax: 0800/4392532
Aktiver Wirkstoff:
  • Ranitidin hydrochlorid (84 mg pro Stück)
    = Ranitidin (75 mg pro Stück)
Sonstige Bestandteile:
  • Calcium hydrogenphosphat 2-Wasser
  • Carboxymethylstärke, Natriumsalz Typ A
  • Cellulose, mikrokristallin
  • Eisen (III) hydroxid oxid
  • Hypromellose
Weitere Bestandteile

Wählen Sie eines der folgenden Kapitel aus, um mehr über "Ranitic 75 akut bei Sodbrennen" zu erfahren.

Die Informationen zu den Wirkstoffen können im Einzelfall von den Angaben im Beipackzettel mancher Fertigarzneimittel abweichen. Das liegt beispielsweise daran, dass wirkstoffgleiche Präparate von verschiedenen Herstellern für unterschiedliche Anwendungsgebiete zugelassen sind.

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Wirkung und Anwendung

Anwendungsgebiete von Ranitic 75 akut bei Sodbrennen

  • Das Arzneimittel ist ein Magen-Darm-Mittel und gehört in die Gruppe der sogenannten Histamin-H2-Rezeptorblocker, die die Produktion von Magensäure verringern.
  • Das Präparat wird verwendet zur kurzfristigen Behandlung von Sodbrennen.
  • Wenn Sie sich nach 14 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Anwendungsbeschränkungen und Warnungen

Absolute Gegenanzeigen von Ranitic 75 akut bei Sodbrennen

  • Das Arzneitmittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie allergisch gegen Ranitidinhydrochlorid, andere sogenannte H2-Rezeptor-Antagonisten oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.


Patientenhinweis

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen:
      • wenn Sie an einer schweren Leberfunktionsstörung leiden.
      • wenn Sie unter einer Nierenfunktionsstörung leiden. Da Ranitidin über die Nieren ausgeschieden wird, kann es bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen zu erhöhten Blutspiegeln kommen.
      • wenn Sie unter der Stoffwechselkrankheit „akute Porphyrie" leiden. Ranitidin kann akute Porphyrie Anfälle auslösen.
      • wenn Sie eine Lungenerkrankung haben. Bei älteren Menschen, Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen, Diabetes oder bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem kann das Risiko, eine ambulant erworbene Lungenentzündung zu entwickeln, erhöht sein.
      • wenn Sie unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle stehen und/oder unter einer fortlaufend behandlungsbedürftigen Krankheit leiden.
      • wenn Sie noch andere (rezeptpflichtige oder rezeptfreie) Medikamente einnehmen.
      • wenn Sie im mittleren oder fortgeschrittenen Alter sind, und bei Ihnen dyspeptische Symptome (Beschwerden im Oberbauch) neu aufgetreten sind oder sich kürzlich verändert haben.
      • wenn bei Ihnen im Zusammenhang mit dyspeptischen Symptomen ein unbeabsichtigter Gewichtsverlust aufgetreten ist.
      • wenn Sie nicht-steroidale Analgetika (bestimmte Schmerz- bzw. Rheumamittel) einnehmen, vor allem wenn Sie eine Vorgeschichte von Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren haben.
    • Die Einnahme des Präparates kann die Symptome eines bösartigen Magengeschwürs verschleiern und damit dessen Diagnose verzögern.
    • Kinder und Jugendliche
      • Die Anwendung bei Kindern unter 16 Jahren wird nicht empfohlen.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Aufgrund der Eigenschaften von Ranitidin ist ein Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Führen von Maschinen normalerweise nicht zu erwarten. Studien zu den Auswirkungen einer Einnahme von Ranitidin auf diese Fähigkeiten liegen jedoch nicht vor.
    • In seltenen Fällen können jedoch Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit, Verwirrtheits- und Unruhezustände sowie Halluzinationen auftreten oder es kann durch die Wechselwirkung mit Alkohol zu erhöhten Alkoholspiegeln bei gleichzeitigem Alkoholkonsum kommen, sodass Ihr Reaktionsvermögen und Ihre Urteilskraft vermindert werden und die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit Maschinen zu bedienen beeinträchtigt sein können.

 

Schwangerschaftshinweis

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Der Wirkstoff des Arzneimittels passiert die Plazenta (Mutterkuchen) und gelangt somit in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes.
    • Bisherige Erfahrungen mit der Anwendung von Ranitidin bei Schwangeren haben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen auf das ungeborene Kind oder die Schwangerschaft selbst ergeben. Sie sollten jedoch grundsätzlich ärztlichen Rat einholen, bevor Sie in der Schwangerschaft Medikamente einnehmen.
    • Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie das Präparat nur dann einnehmen, wenn Ihr behandelnder Arzt Ihnen dies ausdrücklich empfiehlt.
  • Stillzeit
    • Der Wirkstoff geht in die Muttermilch über. Es gibt keine Untersuchungen darüber, ob die Aufnahme von Ranitidin über die Muttermilch für den Säugling schädliche Wirkungen hat. Sie sollten in der Stillzeit das Arzneimittel nicht einnehmen, es sei denn, Ihr behandelnder Arzt empfiehlt Ihnen dies ausdrücklich.
Dosierung

Dosierung von Ranitic 75 akut bei Sodbrennen

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die empfohlene Dosis beträgt:
    • Erwachsene und Jugendliche über 16 Jahre
      • Beim Auftreten von Beschwerden, tagsüber oder nachts, sollten Sie jeweils 1 Filmtablette einnehmen.
      • Für die meisten Patienten sind 1 - 2 Filmtabletten pro Tag ausreichend. Es dürfen jedoch bis zu 4 Filmtabletten innerhalb von 24 Stunden genommen werden.
    • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
      • Bei Anwendern mit einer deutlich eingeschränkten Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 50 ml/min) kann sich der Wirkstoff im Blut anhäufen.
      • Falls Sie unter einer Nierenfunktionsstörung leiden, sollten Sie auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen.
      • Nachdem ärztlicher Rat eingeholt wurde, sollten Sie nicht mehr als 2 Filmtabletten innerhalb eines Zeitraumes von 24 Stunden einnehmen.

 

  • Wenn die Beschwerden nach einer 14-tägigen Behandlung weiter bestehen oder sich gar verschlechtern, sollten Sie unbedingt einen Arzt oder Apotheker zu Rate ziehen.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Das Arzneimittel wirkt sehr gezielt und es sind nach einer Überdosierung mit dem Präparat in der Regel keine besonderen Probleme zu erwarten.
    • Verständigen Sie trotzdem bitte bei Überdosierung unverzüglich einen Arzt, damit er über das weitere Vorgehen entscheiden kann. Im Falle einer Überdosierung wird eine symptomatische und unterstützende Therapie empfohlen. Wenn nötig kann der Wirkstoff durch Hämodialyse aus dem Plasma entfernt werden.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig: kann mehr als 1 Behandelten von 10 betreffen
    • Häufig: kann bis zu 1 Behandelten von 10 betreffen
    • Gelegentlich: kann bis zu 1 Behandelten von 100 betreffen
    • Selten: kann bis zu 1 Behandelten von 1.000 betreffen
    • Sehr selten: kann bis zu 1 Behandelten von 10.000 betreffen
    • Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
  • Die folgenden Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien mit Ranitidin oder in der Alltagsanwendung beobachtet. Die meisten dieser Nebenwirkungen (und ihre Häufigkeit) wurden bei der kontinuierlichen Verabreichung höherer Dosen beobachtet:
    • Gelegentlich
      • Bauchschmerzen
      • Durchfall
      • Verstopfung
      • Übelkeit
    • Selten
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (Urtikaria [Nesselausschlag], Angioödem [Schwellungen im Gesicht], Fieber, Bronchialkrampf, Blutdruckabfall, Brustschmerzen)
      • vorübergehende und reversible Veränderungen der Leberwerte
      • Hautausschlag
      • Juckreiz
      • Erhöhungen der Plasmakreatininwerte (Wert für die Nierenfunktion)
    • Sehr selten
      • Veränderungen des Blutbildes (Leukozytopenie und/oder Thrombozytopenie, Agranulozytose oder Panzytopenie, manchmal mit Knochenmarkshypoplasie oder -aplasie [Verringerung einer, mehrerer oder aller Blutzellen])
      • allergischer Schock
      • Kopfschmerzen (manchmal starke)
      • reversible unwillkürliche Bewegungsstörungen
      • Müdigkeit
      • reversible Verwirrtheitszustände, Unruhezustände
      • Halluzinationen
      • Depressionen
      • Schwindel
      • unscharfes Sehen (reversibel)
      • Herzrhythmusstörungen (Tachykardie, Bradykardie und AV-Block)
      • Gefäßentzündungen
      • akute Bauchspeicheldrüsenentzündung
      • Leberentzündung (Hepatitis) mit oder ohne Gelbsucht (meist reversibel)
      • Erythema multiforme (schwerwiegende Haut-/Schleimhautreaktion)
      • Haarausfall
      • Symptome des Bewegungsapparates wie Gelenk und Muskelschmerzen
      • Nierenentzündung (akute interstitielle Nephritis)
      • reversible Impotenz
      • Brustsymptome wie Gynäkomastie (Vergrößerung der Brustdrüse des Mannes) und Galaktorrhö (Milchfluss)
      • Störungen im Sexualverhalten (Libidoverlust)
    • Nicht bekannt
      • Laryngospasmus (Stimmritzenkrampf)
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.
Wechselwirkungen

Wechselwirkungen

Wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig angewendet werden, kann es zu  Wechselwirkungen kommen. Wirkungen und Nebenwirkungen der Arzneimittel können dadurch verändert werden. Ob eine Wechselwirkung auftritt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Sprechen Sie daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker, um zu klären, ob eine Wechselwirkung für Sie tatsächlich eine Rolle spielt. Nur Arzt oder Apotheker können Ihre individuellen Risikofaktoren für eine Wechselwirkung abschätzen. Falls notwendig können Arzt oder Apotheker entsprechende Maßnahmen veranlassen. Setzen Sie vom Arzt verordnete Arzneimittel nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab.

Es sind Wechselwirkungen zwischen "Ranitic 75 akut bei Sodbrennen" und anderen Arzneimitteln bekannt. Wenn Sie noch andere Arzneimittel anwenden, fragen Sie Ihren Apotheker, um zu klären, ob es eventuell zu Wechselwirkungen mit "Ranitic 75 akut bei Sodbrennen" kommen kann.

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Aufbewahrung und Entsorgung

Hinweise zur Aufbewahrung

Lagern Sie Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern.

Hinweise zur Entsorgung

Für die Entsorgung von Arzneimitteln gibt es regional unterschiedliche Empfehlungen. Fragen Sie in der Apotheke nach den in Ihrer Region aktuellen Regelungen.

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Wichtige Hinweise
Mit Hilfe dieser Datenbank können Sie sich über Arzneimittel informieren.

Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. Neue Informationen finden nur mit zeitlicher Verzögerung Eingang in diese Datenbank. Lesen Sie daher immer die aktuelle Gebrauchsinformation vollständig durch und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Die Informationen dieser Datenbank sind nicht vollständig. Nicht jede Information ist für jeden Patienten relevant. Die Datenbank ersetzt daher nicht den Arztbesuch und die Beratung durch den Apotheker.

Quellen:

  • Basis der Arzneimittelinformationen ist das Angebot der ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH
  • Fachinformationen der pharmazeutischen Unternehmer (vom BfArM zugelassene Informationen)
  • http://medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/main-table/
  • https://www.crediblemeds.org/healthcare-providers/



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